Zum Inhalt springen

09 – Synchronisation

Konten wie Google oder iCloud werden direkt mit dem jeweiligen Anbieter abgeglichen. Lokale Kalender und Aufgabenlisten kannst du zusätzlich über deinen eigenen Speicher zwischen mehreren Geräten synchronisieren. Darum geht es in diesem Kapitel.

Aperio legt deine lokalen Daten als Änderungsprotokoll ab und gleicht sie über einen Speicherort ab, den du bestimmst – zum Beispiel WebDAV, Dropbox, die Drive-Ablage deines Google-Kontos oder einen anderen Ordner, der zwischen deinen Geräten geteilt wird. Es gibt keinen Aperio-Server; deine Daten bleiben bei dir.

Ein Speicherort ist in Aperio ein Konto wie jedes andere: Du legst ihn unter Einstellungen → Konten an, und in der Synchronisation wählst du nur noch aus, welches deiner Konten den Datensatz hält.

  1. Öffne die Einstellungen und gehe zu Konten.
  2. Lege ein Konto für deinen Speicherort an (z. B. WebDAV, SFTP, FTPS oder Dropbox) und gib Adresse und Zugangsdaten an. Zwei Einträge brauchen kein eigenes Konto: ein Ordner auf diesem Gerät gehört zu Aperio selbst, und Google Drive reitet auf einem Google-Konto, das du vielleicht schon für deine Kalender hast. Für beide überspringst du diesen Schritt und wählst sie im nächsten.
  3. Wechsle auf Synchronisation. Unter Synchronisationsziel stehen genau die Konten, die einen Datensatz halten können.
  4. Wähle das gewünschte Konto in der Liste und aktiviere Über … synchronisieren. Aperio prüft die Verbindung, bevor die Wahl gespeichert wird – schlägt sie fehl, bleibt alles wie vorher.
  5. Richte denselben Speicher auf deinem zweiten Gerät ein. Beide Geräte teilen sich nun denselben Stand.

Beim allerersten Start fragt der Einrichtungsassistent den Speicherort direkt ab – dort entscheidest du auch, ob ein vorhandener Datensatz übernommen oder ein neuer angelegt wird.

Kann Aperio nach einem Neustart über das gewählte Konto nicht synchronisieren – gesperrter Schlüsselbund, fehlende Zugangsdaten, ein auf diesem Gerät nicht bestätigter Server-Fingerabdruck oder ein fehlendes Plugin –, sagt das Synchronisationsziel das bei diesem Konto und bietet … erneut versuchen an. Der Versuch nennt den tatsächlichen Grund und bietet die Reparatur an, wo sie in einer Bestätigung besteht. Trennen bleibt ebenfalls erreichbar.

Protokolle, die einen Server über seinen Schlüssel identifizieren – SFTP etwa –, lassen dich dessen Fingerabdruck beim ersten Mal bestätigen und lehnen danach alles ab, was nicht dazu passt. Der bestätigte Fingerabdruck steht beim Konto, daneben Pin verwerfen. Verwirf ihn, wenn der Server-Schlüssel bekanntermaßen aus gutem Grund gewechselt hat, etwa nach einer Neuinstallation: Die nächste Verbindung fragt dann nach dem neuen. Der Pin gehört allein diesem Gerät und wird nirgendwohin übertragen.

Welches Konto ein Gerät verwendet, ist eine gerätelokale Entscheidung: Die Konten selbst wandern zwischen deinen Geräten, die Wahl des Ziels nicht. So kann ein Laptop über das Internet und ein Rechner über eine Freigabe im selben Netz auf denselben Datensatz zugreifen.

  • Der Abgleich passiert automatisch im Hintergrund und bei Programmstart.
  • Du kannst einen Abgleich auch manuell anstoßen.
  • Bearbeiten zwei Geräte denselben Eintrag, erkennt Aperio den Konflikt und löst ihn nachvollziehbar auf bzw. fragt nach, welche Fassung gelten soll.
  • Einstellungen wandern ebenfalls mit, und zwar im laufenden Betrieb: Änderst du eine Aufgaben-Einstellung am Handy, übernimmt das offene Desktop-Fenster sie beim nächsten Abgleich, ohne Neustart. Steht die Einstellungsseite gerade offen, wird die Änderung angesagt.

Jedes Gerät, das sich mit deinem Datensatz verbindet, trägt sich dort ein. Unter Einstellungen → Synchronisation → Geräte siehst du die Liste und kannst sie in Ordnung halten.

Gerätename. Trag hier ein, wie dieses Gerät auf deinen anderen Geräten heißen soll – „Arbeitsrechner”, „Telefon”. Ohne Namen steht dort nur eine lange Zeichenkette, die niemandem sagt, welches Gerät gemeint ist. Aperio schlägt den Namen vor, den dein Rechner bzw. Telefon ohnehin trägt; gespeichert wird er erst, wenn du auf Gerätenamen speichern gehst. Der Name gilt nur für dieses Gerät und erreicht die anderen beim nächsten Abgleich.

Zuletzt gesehen. Jede Zeile sagt, wann das Gerät zuletzt einen Abgleich abgeschlossen hat. Bei Geräten, die sich noch nie mit einer Version gemeldet haben, die das festhält, steht „unbekannt” – nie ein erfundenes Datum.

Geräte entfernen. Nach ein paar Neuinstallationen oder Testgeräten stehen Einträge in der Liste, hinter denen kein Gerät mehr steckt. Die kannst du entfernen. Was dabei passiert – und was nicht:

  • Es werden keine Daten gelöscht. Nur der Eintrag verschwindet, der dieses Gerät als Teilnehmer führt.
  • Alte Einträge kosten tatsächlich etwas: Aperio hebt beim Aufräumen alte Protokolldateien so lange auf, bis jedes eingetragene Gerät sie gelesen hat. Ein Eintrag, hinter dem nichts mehr steckt, hält sie damit für immer.
  • Du kannst dich nicht ernsthaft vertun. Läuft das Gerät noch, trägt es sich beim nächsten Abgleich einfach wieder ein.
  • Das Gerät, an dem du gerade sitzt, lässt sich nicht entfernen – es würde sich sofort wieder eintragen. Wenn du dieses Gerät aus der Synchronisation nehmen willst, ist Trennen der richtige Weg.

In den Synchronisations-Einstellungen kannst du Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Passwort aktivieren. Der Speicher sieht dann nur noch verschlüsselte Daten – das Passwort verlässt nie dein Gerät, und ohne es lassen sich die Daten nicht wiederherstellen (bewahre es also sicher auf).

Ist die Verschlüsselung aktiv, werden zusätzlich die Zugangsdaten deiner Konten (Passwörter, Tokens) verschlüsselt mitsynchronisiert. So funktionieren deine Konten auf jedem Gerät, ohne dass du die Zugangsdaten erneut eingeben musst. Das gilt auch für Konten, die du vor dem Aktivieren der Verschlüsselung angelegt hast – deren Zugangsdaten werden beim Einschalten automatisch nachgezogen. Ohne Verschlüsselung bleiben Zugangsdaten ausschließlich lokal auf dem jeweiligen Gerät. Schaltest du die Verschlüsselung wieder ab, werden sie aus dem Sync-Speicher entfernt und nur noch lokal aufbewahrt.

Hinweis: Externe Konten (Google, iCloud, Outlook, Vikunja, Todoist) brauchen diese Einrichtung nicht – sie synchronisieren über ihren eigenen Dienst. Die Synchronisation hier betrifft nur deine lokalen Kalender und Listen.

Screenreader-Hinweis: Der Status des letzten Abgleichs (Zeitpunkt, Erfolg oder Fehler) steht in den Synchronisations-Einstellungen und wird bei Änderungen über eine Live-Region angesagt. Konfliktdialoge sind als Dialog ausgezeichnet und mit der Tastatur vollständig bedienbar.

Du kannst deine lokalen Daten über deinen eigenen Speicher zwischen Geräten synchronisieren und weißt, wie Konflikte behandelt werden. Zum Abschluss sehen wir uns die Tastaturkürzel an.