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06 – Ansichten

Aperio zeigt deine Termine und Aufgaben in mehreren Ansichten. In diesem Kapitel lernst du sie kennen und wechselst zwischen ihnen.

AnsichtZeigt
Tagein einzelner Tag mit Stundenraster
Wochesieben Tage nebeneinander
Monatein Monat als Gitter; jeder Tag gleich groß
JahrMonatsübersicht eines ganzen Jahres
Agendaeine fortlaufende Liste kommender Termine
Aufgabendeine Aufgaben, getrennt nach geplant und Backlog
WochenplanungAufgaben auf die Wochentage verteilen
  • Über das Ansichtsmenü in der Symbolleiste.
  • Per Tastatur: in vielen Programmen sind die Ziffern 17 für die Ansichten belegt; deine tatsächliche Belegung findest du in der Kürzel-Übersicht und kannst sie dort anpassen.
  • Pfeiltasten: bewegen die Markierung (Tag/Stunde/Termin).
  • Eine Liste pro Tag: In der Tagesansicht liegen Termine und Aufgaben in derselben Liste — erst alles mit Uhrzeit, danach die Aufgaben ohne. Du brauchst die Liste also nicht zu verlassen, um zu erfahren, was der Tag noch bringt. Das Band unter dem Raster zeigt dieselben Aufgaben für sehende Nutzer.
  • Vor und zurück: mit Bild auf / Bild ab blätterst du zum vorigen/nächsten Zeitraum (Woche, Monat …).
  • Heute: springt zurück auf den aktuellen Tag (Standard: T oder „Heute” in der Symbolleiste).
  • Kalenderwochen werden in den Wochen- und Monatsansichten angezeigt.

Standardmäßig zeigt das Stundenraster (Tages- und Wochenansicht) den ganzen Tag von 0 bis 24 Uhr. Unter Einstellungen → Kalender → „Sichtbare Stunden” legst du Anfang und Ende fest – z. B. 7:00 bis 23:00 –, in Halbstunden-Schritten. Das Raster zeigt dann nur dieses Fenster, sodass deine üblichen Stunden mehr Platz bekommen.

Termine oder Aufgaben außerhalb des Fensters gehen nicht verloren: Sie erscheinen in einem kompakten Band über (vor Fensterbeginn) bzw. unter (nach Fensterende) dem Raster und bleiben mit Tastatur und Screenreader in Zeitreihenfolge erreichbar – mit ihrer echten Uhrzeit im Namen.

Die Einstellung wird geräteübergreifend synchronisiert. Sie betrifft nur das Stundenraster; die kompakte Listenansicht zeigt weiterhin alle Einträge.

Die Seitenleiste (Konten, Kalender und Aufgabenlisten) lässt sich über die Schaltfläche am linken Rand ein- und ausklappen. Eingeklappt bekommt die Ansicht – und in der Wochen-/Monatsplanung auch die Backlog-Liste – mehr Platz. Der Zustand bleibt über Neustarts erhalten.

Tastatur & Screenreader: Die Schaltfläche liegt in der Tab-Reihenfolge vor der Seitenleiste – nach dem Aufklappen erreichst du die Seitenleiste mit einem weiteren Tab, eingeklappt überspringst du sie. Mit F6 springst du zwischen den Bereichen (Seitenleiste, Symbolleiste, Ansicht, Backlog).

Links neben dem Wochen-/Monatsraster liegt der Backlog – deine übergeordneten Aufgaben, die noch keinem Tag zugeordnet sind. Er ist dreigeteilt, nach der Nähe der Deadline:

  • Diese Woche (oben): Deadlines in der laufenden Kalenderwoche. Das sind nicht „die nächsten sieben Tage” – der Abschnitt endet, wenn die Woche endet, je nachdem, worauf dein Wochenbeginn eingestellt ist. Überfällige Deadlines stehen ebenfalls hier, ganz oben.
  • Nächste Woche: Deadlines in der folgenden Kalenderwoche, nach derselben Regel.
  • Weiteres: zuerst die Deadlines danach (weiterhin das früheste Datum zuerst), darunter der übrige Backlog – Aufgaben ohne Deadline, höchste Priorität zuerst.

Jede offene oder begonnene Aufgabe mit Deadline erscheint hier, auch eine bereits auf einen Tag geplante – so siehst du an einer Stelle, was als Nächstes fällig ist. Diese Einträge zeigen jeweils ihr Fälligkeitsdatum.

Ziehe einen Eintrag auf eine Tageszelle, um ihn dort einzuplanen, oder lege eine geplante Aufgabe wieder auf dem Backlog ab, um Tag und Deadline zu entfernen.

Tastatur & Screenreader: Jeder Teil ist eine eigene Listbox mit einem Tabstopp: Tab landet einmal darauf, Pfeil/Pos1/Ende bewegen zwischen den Aufgaben, Eingabe öffnet eine Aufgabe, Umschalt+D öffnet den Plan-Dialog (Tag zuweisen), und die Kontextmenü-Taste (oder Umschalt+F10) öffnet das Aufgabenmenü.

Der Backlog hat einen eigenen Knopf Listen. Hakst du dort eine Liste ab, verschwindet sie nur aus dem Backlog — ihre Aufgaben bleiben an ihren Kalendertagen, und die Seitenleiste bleibt unberührt.

Das ist bewusst ein zweiter, engerer Schalter. Der in der Seitenleiste nimmt eine Liste aus allem heraus, und das ist die falsche Größe für eine lange Haushaltsliste: Ihre datierten Aufgaben gehören weiter auf ihre Tage, während ihre hundert undatierten die Spalte zuschütten, in der du planst. Eine Liste, die du nie abgehakt hast, wird angezeigt — so verschwindet nichts still, was später dazukommt.

Diese eine Einstellung merkt sich nur dieses Gerät und wird nicht synchronisiert: Ein breiter Schreibtischmonitor und ein schmales Notebook wollen vom selben Backlog Unterschiedliches.

In der Monatsansicht ist jede Tageszelle gleich groß, und das Raster füllt die verfügbare Fensterhöhe: Vergrößerst du das Fenster, werden die Zellen höher und zeigen entsprechend mehr Termine pro Tag. Passen nicht alle Termine hinein, werden die Titel gekürzt (mit „…”) und die übrigen als Hinweis zusammengefasst. Markierst du einen Termin, bekommst du immer den vollständigen Titel angesagt – die Kürzung ist nur optisch.

Screenreader-Hinweis: Beim Ansichtswechsel wird die neue Ansicht und der aktuell fokussierte Zeitpunkt angesagt (z. B. „Monatsansicht, Juni 2026”). Innerhalb einer Ansicht bewegst du dich rein mit den Pfeiltasten; ein Wechsel in den Lesemodus ist nicht nötig.

Neben den Terminen und Aufgaben kann ein Tag auch eine Notiz über sich selbst tragen — die Dinge, die du verfolgen und nicht abarbeiten willst. Eine Gewohnheit, eine Stimmung, eine Tatsache, an die du dich später erinnern möchtest.

Unter Einstellungen → Check-in baust du die Liste. Aperio bringt keine mit: Eine geratene Auswahl wären die Gewohnheiten von jemand anderem. Du entscheidest, was einen Check-in wert ist und wie ausführlich — ein Wort, ein ganzer Satz oder nur ein Emoji.

Jeder Punkt hat:

  • einen Namen, und der wird vorgelesen,
  • ein optionales Kurzzeichen (meist ein Emoji) für die kompakten Ansichten,
  • optional eine Farbe aus deiner vorhandenen Palette,
  • eine Position, damit die Liste so zurückliest, wie du sie gebaut hast.

Einen ausgewählten Punkt kannst du bearbeiten, löschen und umsortieren. Am Rechner ist die Liste ein einziger Pfeiltasten-Stopp: Die Pfeiltasten bewegen die Auswahl, die Eingabetaste öffnet den ausgewählten Punkt, und die Knöpfe unter der Liste wirken auf ihn — jeder nennt dabei den Punkt, den er trifft. Mit der Maus wählst du per Klick aus, öffnest per Doppelklick, oder ziehst eine Zeile einfach an ihren neuen Platz. Am Telefon trägt jede Zeile ihre eigenen Felder und Knöpfe.

Einen Punkt zu löschen lässt deine bisherigen Check-ins unberührt. Er taucht dort einfach nicht mehr auf — nichts schreibt deine Historie um, und legst du ihn neu an, ist er wieder da.

Jede Kalenderansicht hat einen Knopf Check-in, und er wirkt auf den Tag, auf dem die Ansicht gerade steht: im Wochen- und Monatsraster ist das die fokussierte Tageszelle, in der Tagesansicht dieser Tag, in der Agenda der Tag, mit dem die Liste beginnt. Einen Knopf je Tag gibt es bewusst nicht — sieben oder einunddreißig davon kosten mehr Wege, als sie einbringen. Der gesprochene Name des Knopfes nennt immer seinen Tag, es ist also nie unklar, welchen du gerade öffnest.

Er öffnet ein Kontrollkästchen je Punkt — eine Liste, ein Tabstopp: Die Pfeiltasten wandern hindurch, die Leertaste hakt ab. Jedes Häkchen speichert sofort — es gibt keinen Speichern-Knopf, weil das Festhalten eines Tages fast nichts kosten darf. Das heißt zugleich: Das Abwählen ist die Rücknahme, es gibt nichts abzubrechen.

Ein Tag, der etwas sagt, sagt es in seiner eigenen Überschrift: „Montag, 17. August 2026. Check-in: Sport, Gelesen.” Im Wochen- und Monatsraster sagt die Tageszelle dasselbe nach Datum und Anzahl. Sehende sehen die Symbole neben dem Datum.

Nichts davon ist ein eigener Stopp zum Vorbeiwischen — die Zusammenfassung ist Teil des Namens, den der Tag ohnehin schon hatte.

Was hier keine Aufgabe ist. Check-in-Punkte liegen bewusst außerhalb deiner Aufgabenlisten. Sie sind keine Arbeit, die erledigt werden muss, tauchen also nie im Planer auf, tragen weder Fristen noch Erinnerungen und erscheinen nicht im Tagesrückblick.

Datenschutz und Sync. Check-ins liegen nur auf deinen Geräten und reisen über deine eigene Geräte-Synchronisation — nie zu Google, Microsoft oder einem CalDAV-Server. Keiner davon kennt „wie war Dienstag”, und das hier ist das Privateste in der App. Ein Check-in am Telefon erreicht den Rechner mit der nächsten Sync-Runde, ohne Neustart. Bearbeiten zwei Geräte denselben Tag zwischen zwei Runden, gewinnt die spätere Fassung, statt zusammengeführt zu werden.

Du kennst nun die Ansichten und weißt, wie du zwischen ihnen wechselst und in ihnen navigierst. Als Nächstes richten wir Erinnerungen ein.